Component Modeling Tool (CMT)

Komponentenhersteller können mit dem »Component Modeling Tool« (CMT) neue Apps, z. B. Hardware-Treiber oder höherwertige Software-Komponenten, entwickeln und nach erfolgreichem Durchlaufen einer Qualitätssicherung, dem Testframework, in den App-Store einstellen. Das CMT stellt dabei sicher, dass die entwickelte Komponente einem standardisierten Komponentenmodell entspricht, das deren Eigenschaften, Strukturen und die Semantik definiert und dadurch die Kompatibilität gewährleistet. Die Komponenten werden dann automatisch mithilfe der ReApp-Ontologie klassifiziert, die eine spätere semantische Suche im Store erheblich vereinfacht.

 

 

Skill und Solution Modelling Tool (SSMT)

Mit dem „Skill und Solution Modelling Tool“ (SSMT) können Apps zu komplexeren Anwendungen komponiert werden. Die Grundidee ist, dass zunächst hardware-unabhängige Fähigkeiten oder Skills erstellt werden, die eine hohe Wiederverwendbarkeit gewährleisten. Ein generischer Pick-and-Place Skill könnte z.B. aus den folgenden Basis-Apps aufgebaut sein: einer Objektlageerkennung, die auf Basis eines Farbbildes und eines Objektmodells die Position und Lage des Objektes im Bild wiedergibt, und einer die Trajektoriengenerierung, die auf Basis von Tiefendaten der Umgebung und dem Robotermodell eine kollisionsfreie Trajektorie berechnet. Soll der Skill dann für einen bestimmten Roboter und eine bestimmte Kamera wiederverwendet werden, müssen lediglich die Treiber-Apps für die Hardware hinzugefügt werden. Aus dem Skill wird so eine „Solution“. Sowohl Skills als auch Solutions können im Store zur bereitgestellt werden. Schließlich kann die erstellte Solution mit Hilfe der ReApp Deployment Umgebung auf einer konkreten Anlage installiert, konfiguriert und ausgeführt werden.

 

 

Integrationsplattform (IPDE)

Dabei hilft die ebenfalls standardisierte Steuerungshardware, die sogenannte „Integrationsplattform“. Sie bietet physikalische Schnittstellen für gängige Feldbusse, so dass Robotersteuerungen oder SPS-Steuerungen einfach angebunden werden können. Damit ist eine durchgängige Deployment-Kette vom Store bis auf die Steuerung geschaffen, die vom Entwickler abstrahiert wird. Das bedeutet, dass weder die üblichen Schnittstellenanpassungen noch Modifikationen für die Steuerungsarchitektur vom Systemintegrator durchgeführt werden müssen. Er kann sich darauf verlassen, dass alle Apps im Store, die über die ReApp-Deployment Umgebung auf die Integrationsplattform installiert wurden, auch kompatibel und lauffähig sind.

 

Die ReApp Engineering Workbench unterstützt somit den gesamten Lebenszyklus von roboterbasierten Automatisierungsanlagen: Konzeption, Simulation und Test, Aufbau und Inbetriebnahme, Konfiguration und Rekonfiguration, Deployment und Operation.

ReApp wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert unter dem Kennzeichen: 01MA13001A.
Projektdauer: 01.01.2014 - 31.12.2016.